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Das Erasmus+ Austauschprogramm gibt es nicht nur für Studierende, sondern auch für Mitarbeitende. Professorin Annette Hoxtell hat sich anlässlich der International Week vom 5. bis zum 8. Februar 2018 an unserer Partnerhochschule, der Inholland University of Applied Sciences in Amsterdam/Diemen und Haarlem, für euch umgeschaut. Passend zum diesjährigen Motto „Nachhaltigkeit und Tourismus“ hielt sie eine Vorlesung zum Thema „Sacrificing Nature Reserves for Unsustainable Tourism – The Case of the German Alpine Plan.“

 

Neben dem Campus in Diemen, einem Vorort von Amsterdam, hat Inholland drei weitere Standorte, an denen Erasmus+-Studierende willkommen sind: Delft, Den Haag und Haarlem. Haarlem hat circa 150.000 Einwohner, besticht durch holländische Gemütlichkeit und viele hundert Jahre Geschichte. Es liegt nur eine Viertelstunde mit dem Zug von Amsterdam entfernt und mit dem Rad ist man ebenfalls in einer Viertelstunde am Meer. Bei strahlendem Sonnenschein stand am 6. Februar ein Besuch beim Fachbereich Tourismus von Inholland Haarlem auf dem Programm. Schon das Hochschulgebäude beeindruckte durch seine transparente und luftige Architektur, durch Palmen und eine apfelige Rezeption.

 

Hetty Versnel, die niederländische Adventure Tourism Kollegin, nahm Annette Hoxtell und die finnischen Besucherinnen sogleich mit auf ihr eigenes Abenteuer: Auf dem Rad ging es in die Dünenlandschaft des Kennemerduin-Nationalparks, in dem erfolgreich Wisente angesiedelt werden. Ein Abstecher in einen Wildpark und an die Nordsee rundeten das niederländische Abenteuer-Frischluft-Programm ab. Als frischgebackene Nationalpark-Expertinnen teilten die internationalen Besucherinnen ihre Erfahrungen zu nachhaltigem und authentischem Destinationsmanagement in einem Video-Interview mit den Studierenden, die das Modul „Green Adventures“ in künftigen Semestern belegen werden.

 

Die Module „Green Adventures“ in Haarlem und „Destination Management“ in Diemen/Amsterdam umfassen insgesamt 30 ECTS und haben damit den Umfang von einem Semester. hwtk-Studierenden der Fachvertiefung Hotel- und Tourismusmanagement eröffnen sie die Möglichkeit, während eines Auslandssemesters voll und ganz in ihre Fachvertiefung einzutauchen. Dabei dürfte einiges ungewohnt sein und gleichzeitig Gelegenheit bieten, den eigenen Lern- und Erfahrungshorizont zu erweitern. Niederländische Studierende lassen das Studium generell gemütlicher angehen und legen viel Wert auf Teamwork. Das tun die Dozierenden auch; meist lehren sie im Doppelpack und Noten gibt es nicht nur für das fertige Produkt, sondern auch für den Weg dorthin. Hinzu kommen Prüfungen zur Semestermitte, benotete Lerntagebücher und jede Menge Eigenverantwortung, die die Studierenden selbst übernehmen müssen und die sie stark macht für das Arbeitsleben.

 

Es waren Studierende, die einen Großteil des International Day in Diemen am 7. Februar organisierten. Sie berichteten von ihren eigenen Auslandserfahrungen, zum Beispiel „Prüfungen waren doppelt so schwer; es gab ja nur eine pro Semester“, oder auch „Haltet Augen und Ohren offen, reist, nehmt so viel mit, wie ihr könnt; so eine tolle Gelegenheit bekommt ihr nie wieder“ und „Trotz aller anfänglichen Ängste und Sorgen – alles wird gut – seid einfach offen für das Unerwartete“, und stellten ein spannendes Programm an Gastvorträgen zusammen, beispielsweise zu nachhaltigem Abenteuertourismus am Polarkreis.

 

Zusammen mit der Internationalisierungskoordinatorin Miranda Kamp, die auch die hwtk-Studierenden an der Inholland-University in Diemen betreut, tauschten sich Annette Hoxtell sowie Kolleginnen und Kollegen weiterer Partnerhochschulen zu ihren Internationalisierungsstrategien aus und nahmen wichtige Impulse mit nach Hause.