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Im Januar 2019 erhalten drei Dualstudierende der hwtk die Gelegenheit, in einem einmaligen Stipendium der Hochschule die Volksrepublik China und beispielhaft den dortigen Studienbetrieb im Fachbereich Hotellerie kennen zu lernen. An dieser Stelle berichten Caroline, Jennifer und Kazim in loser Folge von ihren Erlebnissen und Eindrücken in Foshan (Provinz Guangdong).

8. Januar 2019

Ni hao aus Foshan,

wir melden uns nach unserem ersten eindrucksvollen Tag in China. Gestern wurden wir nach einer langen Anreise von Tina, Celine und Pamela, Mitarbeiterinnen der Polytechnic abgeholt und ins HomeInn Hotel gefahren. Kurz vor dem Ziel hatten wir ein abenteuerliches Erlebnis. Das Auto blieb auf einer der größten Kreuzungen und direkt auf dem Fußgängerüberweg stehen und der Fahrer fing an zu schimpfen. Da das Auto eine Panne hatte, sind wir dann den Rest zu Fuß gelaufen.
Dort angekommen wurden wir mit riesigen, duftenden Blumensträußen empfangen und von dem Hoteldirektor begrüsst. Auf dem Zimmer waren ebenfalls Willkommensgeschenke vorbereitet. Abgerundet wurde der Abend mit einem gemeinsamen Reisnudel-Abendessen in der Mall schräg gegenüber vom Hotel.

Tag 1 startete für uns um 8.30 nach einem traditionellen Frühstück, bei welchem die Mitarbeiter uns extra eine westliche Variante kreiirt hatten. Wir machten uns auf den Weg in die Polytechnic Foshan, die ca. 50 Minuten außerhalb der Stadt liegt. Auch hier wurden wir herzlichst begrüßt und haben den Vizepräsidenten, viele Bereichsleiter und andere freundliche Mitarbeiter kennengelernt. Diese haben uns mit tollen Reden willkommen geheißen und viel über die Universität und die Stadt Foshan erzählt. Dazu gehörte auch ein wundervolles Gastgeschenk, das aus der Region stammt. Jeweils ein Kunstwerk der chinesischen Papierschnittkunst der Stadt Foshan und Taschen mit Kalendern.
Als nächstes stand eine Führung durch die riesigen Trainingsräume an, heute vor allem die der technischen Bereiche: 3D-Druck, Fahrzeugtechnik, Robotik, Lebensmittel- und Getränketechnik, IT und Logistik.

Der Campus ist, wie eine eigene Kleinstadt. 10.000 Studenten leben hier und haben zB. ihre eigene Post, eigenen Supermarkt und alles was noch dazu gehört. Die Studenten haben die Möglichkeit 82 Freizeitaktivitäten auszuüben beispielsweise Basketball oder Tennis.
Nach einem Spaziergang am Universitätseigenen Fluss und Golfplatz entlang, wurden wir zu einem Lunch mit dem Vizepräsidenten eingeladen und konnten eine Vielzahl an verschiedenen chinesischen Spezialitäten probieren, die auf einer riesigen Glasscheibe serviert wurden. Den Umgang mit den Stäbchen müssen wir auch noch weiter üben, auch wenn wir nach Möglichkeit immer Besteck bekommen.

Nach dem Essen haben wir uns den Raum angeschaut, wo Vorlesungen und auch die Praxis der chinesischen Teekunst abgehalten werden. Außerdem stellten uns verschiedene Professoren weitere Vorlesungsräume vor, wie z.B. für das Bartending, Labore für Lebensmitteltests und auch die Räume, wo Tina Accounting unterrichtet.
Highlight des Tages war ein Treffen mit den Studienanfängern des Studiengangs Hotelmanagement. Sie haben sich sehr gefreut die Möglichkeit zu haben mehr über unser Studium zu erfahren. Es gibt viele Übereinstimmungen mit unserem Studium an der HWTK, jedoch lernen die Studenten in China 2 Jahre die Hoteltheorie und sogar Praxis bevor sie in einem kooperierendes Hotel arbeiten.
Außerdem gibt es ein Hotel auf dem Campus, das von den Studenten betrieben wird, sodass sie das Erlernte direkt anwenden können. Die Studiengebühren betragen inklusive der Wohnung auf dem Campus ca. 250€ im Jahr.
Nach diesem Treffen ging es für uns zurück in die Stadt Foshan, wo wir in einer der vielen Malls zu Abend gegessen haben.
Nach einer kurzen Pause im Hotel sind wir mit Tina noch durch zwei weitere Mall geschlendert, um ein bisschen einzukaufen.

LG Kazim, Jennifer und Caroline