Forschung
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Die HWTK sieht ihre Forschungsschwerpunkte in der anwendungsorientierten und studiengangbezogenen Forschung in den Bereichen Wirtschaft, Technik und Kulturwissenschaften. Ziel der Forschungstätigkeit ist die Gewinnung neuer Erkenntnisse und deren Vermittlung in den angebotenen Studiengängen sowie der Transfer neuer Forschungsansätze zur Anwendung durch die Studierenden.

Derzeit sind von dem Senat der HWTK folgende Forschungsschwerpunkte festgelegt:

Forschungscluster 1: Weltwirtschaft und internationale Zusammenarbeit

Der Globalisierungsdruck verändert die Strukturen der politischen und wirtschaftlichen Steuerung auf nationaler und internationaler Ebene. Handlungsspielräume und Einflussmöglichkeiten der etablierten weltwirtschaftlichen Akteur/innen reduzieren sich, neue Akteur/innen machen ihr Gestaltungspotenzial geltend, so dass sich die institutionellen Arrangements der Weltwirtschaft und deren Spielregeln verändern. Bei der Herausbildung einer neuen, globalen Partnerschaft kommt der Verpflichtung auf Good Governance sowie der Herausbildung eines offenen, regelgestützten und nicht diskriminierenden Handels- und Finanzsystems eine besondere Bedeutung zu.

Der Fokus der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschungsaktivitäten in diesem Cluster liegt auf der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen einer globalen Entwicklungspartnerschaft Post-2015, der Wirkungsanalyse von Public-Private-Partnerships bei dem Auf- und Ausbau von Institutionen in Entwicklungs- und Schwellenländern – insbesondere auch im Bildungsbereich – sowie auf der Analyse globalisierungsbedingter Veränderungen auf nationaler und internationaler Ebene, in den Zentren und in der Peripherie der Weltwirtschaft.

Forschungscluster 2: Sport-, Event- und Tourismusmanagement

Sowohl in der bisherigen empirischen Event- und Tourismusforschung als auch der Teamsportforschung ergaben sich in der bisherigen Umsetzung von Forschungsvorhaben fruchtbare Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung in der theoretischen und methodischen Modellbildung v.a. durch entsprechend primärempirische Studien. Ausgehend von den bisherigen Erkenntnissen werden in diesem Forschungscluster folgende Forschungsschwerpunkte gelegt:

Ressourcendisparitäten zwischen Sportarten, Ligen und Klubs

Anknüpfend an die bisherige Teamsportforschung werden weiterführende Modelle entwickelt, um diese empirisch zu überprüfen. Insbesondere wird das regionale Marktmodell zur Ligasportwirtschaft spezifischer gefasst und mit empirischen Daten geprüft.

Gesamtwirtschaftliche Analyse von Events

Anknüpfend an die bisherige Eventforschung werden aktuelle Fragestellungen im Eventmanagement und -marketing aufgegriffen. Insbesondere wird der Schwerpunkt auf ökonomische Impactstudien sowie die ökonometrische Modellierungen im Bereich der Event-Wirkungsforschung gelegt. Für die Tourismusforschung stehen dabei v.a. die Besonderheiten, die sich aus den Spezifika von touristischen Unternehmungen als Dienstleister ergeben, im Mittelpunkt des Forschungsinteresses. Hier gilt es sowohl Nachfragemotive zu extrahieren als auch Managementkonzepte zur erfolgreichen Vermarktung entsprechender Angebote zu entwickeln.

Tourismusforschung

Die Tourismusbranche ist einer der weltweit am dynamischsten wachsenden Wirtschaftszweige. Sport und Events spielen eine wichtige Rolle bei der Inszenesetzung von Destinationen, aber auch für die Reiseveranstalter- und Reisebürobranche, für das Beherbergungsgewerbe, touristische Verkehrsträger, das Kur- und Bäderwesen und die Bereiche Gesundheitswirtschaft und Wellness. Forschungsschwerpunkte zum Tourismus sind die strategische Unternehmensplanung, die Festlegung der langfristigen Rahmenkonzeption für die strategischen Geschäftsfelder und die Konzeption, Einführung und Pflege wesentlicher leistungsfähiger Systemstrukturen sowie ihrer Planungs- und Kontrollsysteme in den touristischen Zweigbranchen und der Tourismuspolitik.

Forschungscluster 3: Agilität, Effizienz und Transparenz für komplexe Prozesse in Unternehmen, Unternehmensnetzen und Organisationen

Wirtschaftsunternehmen, Unternehmensnetze und Organisationen sind in der Regel durch komplexe Prozesse geprägt. Diese sind heutzutage immer noch häufig durch Ineffizienz, Starrheit und fehlende Transparenz gekennzeichnet und weisen damit erhebliche Defizite auf. In diesem Forschungsthemenfeld des Bereiches Wirtschaftsinformatik sollen Ansätze, Vorgehensweisen, Softwaremodelle, Methoden und Algorithmen konzipiert, entwickelt beziehungsweise weiterentwickelt werden, die es einerseits ermöglichen, die gewünschte Transparenz zur erzielen und dauerhaft zu sichern; andererseits sollen Prozesse modellgestützt – abhängig von geänderten Randbedingungen und konkreten Zielstellungen - adaptiert bzw. umgestaltet werden können (Redesign), wobei auch Prozess- und Unternehmensstrukturen sowie die eigentlichen (IT-basierte) Prozessausführungen optimiert werden können sollen (z.B. Multiressourcenplanung und -optimierung). Agilität, Effizienz und Transparenz für Unternehmen, Unternehmensnetze und Organisation zu schaffen bzw. mindestens zu begünstigen, ist das Hauptziel des Forschungsclusters.

Forschungscluster 4: Wirtschaftliche Aspekte in kulturellen und künstlerischen Prozessen

Ein konstitutives Merkmal kultureller und künstlerischer Entwicklungen ist deren Interaktion mit wirtschaftlichen Prozessen. Illustriert wird dieses besondere Merkmal in der Regel am Beispiel des Kunstmarkts, wo künstlerische und wirtschaftliche Interessen direkt aufeinandertreffen. Doch auch andere Bereiche unterliegen direkten oder indirekten wirtschaftlichen Einflüssen bzw. wirken auf die Wirtschaft zurück. Dazu gehören ebenso künstlerische Schaffens- und Rezeptionsprozesse, die Entstehung und Weiterentwicklung von Kulturen, die Theoriebildung in Kunst und Kultur wie auch Kunst- und Kulturpolitik.

Das Forschungscluster „Wirtschaftliche Aspekte in kulturellen und künstlerischen Prozessen“ untersucht diese Zusammenhänge sowohl in synchroner als auch in diachroner Hinsicht. Neben einzelnen Kulturen werden Entwicklungen berücksichtigt, die kulturübergreifend oder im Kontakt zwischen den Kulturen entstehen. Beispielsweise widmet sich eines der aktuellen Forschungsprojekte der Betrachtung von Kunstwerken als Wirtschaftsgütern im Europa des 18. Jahrhunderts.

 




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